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Bis vor kurzem war folgende Einteilung ziemlich allgemein akzeptiert gewesen:
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Letztere Einteilung beinhaltete jeweils eine Annahme über die Ursachen der Erkrankung. Dies hält man heute für überholt, denn die Konzepte über die Ursachen der Erkrankungen befinden sich ebenfalls im Umbruch. Sehr auffällig ist z.B., dass der altbekannte, auch in der Alltagssprache gebräuchliche Bezeichnung „Neurose“ aus der Fachsprache allmählich verschwindet. Auf breiter Front setzt sich zur Zeit die ICD-10-GM Version 2004 (International Classification of Diseases) durch, in Deutschland ist dies inzwischen bei den Kostenträgern die offiziell anerkannte bzw. geforderte Einteilung bzw. Benennung der Krankheiten. ICD-10 zentriert ausschließlich auf die Beschreibung der Störungsbilder ohne die Ursachenzuordnung. Man beschreibt lediglich die Symptome, man kann jedoch mit Zusatzkodierungen weitere Zusammenhänge (z.B. ursächlicher Art) hinzufügen. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass einzelne Symptome oder Syndrome (Symptomkomplexe) durch verschiedene Ursachen bzw. durch ein Ursachenbündel ausgelöst werden können.
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Die ICD-10 kategorisiert diese Störungen im Kapitel “Psychische und Verhaltensstörungen“(F00-F99):
F00-F09 Organische, einschl. symptomatischer psychischer Störungen |
Die Rehabilitationsmedizin ist neben der ambulanten Versorgung und dem Akutkrankenhaus die dritte wichtige Säule in der Medizin, sie ist eine große wissenschaftliche und soziale Errungenschaft, besonders in der Bundesrepublik Deutschland. Sie begreift den Menschen ganzheitlich (körperlich – psychologisch – sozial) und behandelt multiprofessionell abgestimmt.
Psychische und psychosomatische Störungen können häufig nicht ausreichend im ambulanten Rahmen behandelt werden. Vielleicht findet der Patient keinen geeigneten Therapieplatz, oder die Wartezeiten sind unangemessen lang. Häufig erlauben es die aktuellen Lebensbedingungen nicht, sich gezielt mit der eigenen Lebenssituation auseinander zusetzen. Eine Behandlung im Akutkrankenhaus ist hingegen häufig nicht notwendig und oft auch nicht möglich, in der Regel auch viel zu teurer.
Nervöse – psychosomatische Störungen haben mit der eigenen Lebensgeschichte und mit der aktuellen Lebenssituation zu tun. Spannungen, Konflikte, Belastungen, Traumatisierungen und psychosoziale Krisen führen zu psychischen Beeinträchtigungen, Krankheiten und nicht zuletzt zu Einschränkungen der beruflichen Belastungsfähigkeit. Diese Umstände reflektieren und dadurch bessere Lösungswege zu finden – das ist der Ansatz unserer therapeutischen Hilfe in der Psychosomatik.
Die Zeit der stationären Psychotherapie ist ein wichtiges Lebensereignis und kein Zusatzurlaub, keine herkömmliche Kur, wie es manche denken mögen. In den Gesprächen kommen lebenswichtige Themen zur Sprache; es gilt dann, nach dem Aufenthalt die neuen Ziele in die Realität umzusetzen. Der Patient entfaltet mehr Eigenaktivität in der Therapie als in der herkömmlichen Medizin und übernimmt letztendlich mehr Eigenverantwortung in seiner Lebensgestaltung.
Im Stationsrahmen macht der Patient neue zwischenmenschliche Erfahrungen, um die bisherige Lebenseinstellung und die Selbsteinschätzung korrigieren zu können. Für viele Menschen ist es eine einmalige Chance, sich mit sich selber, mit dem eigenen Lebensstil und mit den Mitmenschen in einem geschützten Rahmen auseinander zusetzen.
Im vielschichtigen körpertherapeutischen Bereich ist es möglich, die eigene Körperlichkeit bewusster zu erfahren. Hierzu gehört auch nicht zuletzt die psychische Verarbeitung (Coping) und die realistische Einschätzung der Therapiemöglichkeiten bei evtl. vorhandenen körperlichen Erkrankungen, bei altersbedingten Körperveränderungen. Verschiedene Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Atem-Biofeedback, Meditation) ergänzen die psychotherapeutische Arbeit. Die Ernährungstherapie verhilft dazu, sich ein gesundes Essverhalten anzueignen.
Die Klinik am Homberg arbeitet mit den Grundorientierungen Tiefenpsychologie und kognitive Verhaltenstherapie. Schwerpunkte haben wir in der Behandlung von Schmerzzuständen, Angststörungen, Depressionen, seelischen Traumatisierungen und berufs- und arbeitsbedingten Gesundheitsstörungen.
Dr. med. A. Harrach
Facharzt für
psychotherapeutische Medizin und Psychiatrie
- Psychoanalyse - Psychotherapie -
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Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unsere Chefärztin im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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