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  Morbus Ledderhose


Beim Morbus Ledderhose handelt es sich um eine vermehrte Schwielenbildung im Bereich der Fußsohle. Eine andere Bezeichnung für den M. Ledderhose ist auch die Kontraktur der Plantaraponeurose (narbige Verkürzung der Fußsohle).  

Ursache des Morbus Ledderhose

Die Ursache des Morbus Ledderhose ist nicht bekannt. Man vermutet immer wieder auftretende kleine Verletzungen der Fußsohle durch Senk-Spreizfüße, aber auch durch Veränderungen im Bereich der Muskulatur und der Blutgefäße. Häufig tritt der Morbus Ledderhose auch gleichzeitig mit dem M. Dupuytren auf. Beim M. Dupuytren handelt es sich um eine Knotenbildung im Bereich der Handflächen.

Betroffen sind vom Morbus Ledderhose 2/3 Männer und 1/3 Frauen. Sichere Zusammenhänge zu anderen Erkrankungen, insbesondere Stoffwechselerkrankungen, wurden bisher nicht festgestellt.  

Diagnose des Morbus Ledderhose

Häufig kommen die Patienten wegen Schmerzen im Bereich der Fußsohle zum Arzt, außerdem haben sie knotige Veränderungen festgestellt. Die Beschwerden treten hauptsächlich unter Belastung auf.  

Klinische Untersuchung bei Morbus Ledderhose

Zunächst wird der behandelnde Arzt eine genaue Anamnese (Krankheitsgeschichte) erheben. Er wird auf die verschiedenen auslösenden Ursachen zu sprechen kommen.

Hauptsächlich treten die Schmerzen beim Morbus Ledderhose unter längerer Belastung auf, besonders beim Gehen und Stehen.  

Bei der körperlichen Untersuchung finden sich strangartige knotige Veränderungen im Bereich der Fußsohle. Diese sind beim Morbus Ledderhose meist auf der Innenseite tastbar. Druckschmerzen werden selten angegeben. Entzündliche Veränderungen fehlen.

Begleitend findet sich in den meisten Fällen ein Senk-Spreizfuß, evtl. auch degenerative Veränderungen i. S. eines Hallux valgus, Hallux rigidus oder Veränderungen der Kleinzehen (Hammer- und Krallenzehen).  

Eine Röntgenuntersuchung ist in der Regel beim Morbus Ledderhose nicht notwendig.  

Ggf. wird der behandelnde Arzt eine Ultraschall-Untersuchung vornehmen, um evtl. Schwellungen auszuschließen.

In Zweifelsfällen werden beim Morbus Ledderhose Kernspintomographien durchgeführt, um gutartige oder bösartige Weichteiltumore auszuschließen.

Therapie des Morbus Ledderhose

In der Regel erfolgt die Therapie des M. Ledderhose konservativ. Man versucht, die Knoten mit Einlagen durch Weichbettungen zu entlasten.  

Krankengymnastik bei Morbus Ledderhose

Im Rahmen der Krankengymnastik können die Verhärtungen durch chirotherapeutische Maßnahmen, hier insbesondere die manuelle Therapie, aufgedehnt werden. Sollte zusätzlich ein Senk-Spreizfuß bestehen, kommen fußgymnastische Übungen zum Einsatz. Auch werden dehnende Übungen gezeigt.  

Physikalische Maßnahmen bei Morbus Ledderhose

In erster Linie werden Softlaser und Ultraschall eingesetzt, um die Verhärtungen im Bereich der Fußsohle zu lockern. Nebenwirkungen bestehen bei diesen Therapien nicht. Bewährt haben sich oft verschiedene Massagetechniken, die z. T. auch von den Patienten oder ihren Angehörigen erlernt werden können. Ziel ist es beim M. Ledderhose die  Knoten zu dehnen und lockern.  

Orthopädie-technische Versorgung bei Morbus Ledderhose

Eingesetzt werden stützende Einlagen, die im Bereich der Knoten eine Weichbettung erhalten. Evtl. werden  im Bereich der Schuhsohlen Abrollhilfen eingesetzt, um den betroffenen Fußabschnitt zu entlasten.  

Operation bei Morbus Ledderhose

Nur in ausgesprochen seltenen Fällen wird die Operation bei M. Ledderhose eingesetzt. Hierbei wird versucht die gesamte narbenartig veränderte Fußsohle zu entfernen. Oft kann es hierbei zu erneuten Narbenbildungen mit zusätzlich Beschwerden führen. Häufig treten sogenannte Rezidive auf. Man sollte vor einer Operation ausführlich mit dem Operateur über die OP, den Behandlungsverlauf, die Nachbehandlung sowie über evtl. Komplikationen sprechen. Eine Einlagenversorgung nach der Operation ist auf jeden Fall bei M. Ledderhose notwendig.  

Ich hoffe, Ihnen mit dieser kurzen Beschreibung des Morbus Ledderhose Informationen zur Weiterbehandlung gegeben zu haben.  

Alle konservativen Maßnahmen werden in der orthopädischen Abteilung der Klinik am Homberg eingesetzt. Im Rahmen einer Anschlussheilbehandlung (AHB) ist die stationäre Aufnahme nach Operation möglich.  

Es erwartet Sie ein kompetentes Team von Ärzten, Krankengymnasten, Physio- und Ergotherapeuten.

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Aktualisiert: Juli 2010

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