Hypertonie
Es besteht eine verbreitete Tendenz, seitens der Patienten, die Hypertonie nicht ernst zu nehmen – „Was nicht weh tut, ist nicht so schlimm“ – und dadurch die Behandlung nicht konsequent umzusetzen. Ziel dieses Artikels ist, Patienten, aber auch die allgemeine Bevölkerung, für diese häufige Zivilisationskrankheit angemessen zu sensibilisieren. Den Umgang mit Hypertonie zu erleichtern und Hilfestellungen zu geben, die vielseitigen Ansatzmöglichkeiten bei der Behandlung effektiv zu nützen, da dies den Verlauf der Erkrankung entscheidend (z. B. Vorbeugung von Schlaganfall) beeinflussen kann. Wichtig ist, dass der Betroffene in Zusammenarbeit mit seinem behandelnden Arzt seine Lebensführung an das Vorliegen einer Hypertonie anpasst, z. B. seinen Alkoholgenuss einschränkt, den Kochsalzverbrauch senkt, regelmäßig Sport treibt, sich gesund ernährt, Normalgewicht anstrebt und lernt, besser mit Stress umzugehen. Informationen zur Hypertonie - Erkrankung
Was ist Hypertonie? Die Obergrenzwerte des normalen Blutdruckes beim Erwachsenen sind 140 mm/hg systolisch und 90 mm/hg diastolisch. Wenn mehrfache Messungen (die Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdruckes empfiehlt mindestens 3 Messungen an zwei verschiedenen Tagen) über 140/90 liegen, dann liegt eine Hypertonie vor. Bezüglich der Grenzwerte 140/90 ist zu ergänzen, dass bei Menschen über 65 Jahre der systolische Blutdruck bis 160 mm/hg betragen kann. Es kann auch vorkommen, dass bestimmte Patienten höhere Werte aufweisen, wenn ihr Blutdruck vom medizinischen Personal gemessen wird (der sog. Weißkittel – Hypertonie), in solchen Fällen empfiehlt es sich, den Blutdruck durch Selbstmessung oder durch eine sog. 24-Stunden-Blutdruckmessung zu erfassen. Bei der 24-Stunden-Blutdruckmessung erfolgen über eine am Patienten angeschlossene Manschette und Gerät über 24 Stunden bis zu 50 Messungen, der Durchschnittsblutdruck sollte hier nicht über 135/85 mm/hg sein, darüber hinaus sollte der Anteil von den systolischen Werten über 140 mm/hg und die diastolischen Werte über 90 mm/hg nicht 25% übersteigen.
Ursachen von Hypertonie In 10% der Fälle spricht man von einer sekundären Hypertonie, d. h. der hohe Blutdruck ist aufgrund einer vorliegenden Grunderkrankung oder Grundstörung entstanden. In 4% der Fälle handelt es sich um Nierenerkrankungen, zu den restlichen Fällen gehören z. B. Erkrankungen der Schilddrüse (Überfunktion) und z. B. der Nebennieren, auch Medikamente, z. B. Kontrazeptiva (Pille) können eine Hypertonie verursachen.
Zur Entstehung von Hypertonie Wie kann man einer Hypertonie vorbeugen oder das Entstehen (auch bei vorhandener Veranlagung) hinauszögern? Zu den klassischen Risikofaktoren gehören u. a. Übergewicht, Bewegungsmangel, Nikotinkonsum, erhöhte Fettwerte im Blut, erhöhter Kochsalzkonsum sowie eine ungünstige Stressverarbeitung. Erhöhte Harnsäurewerte sind für die Entstehung von Arterienverkalkung weniger bedeutsam als die Fette, sind aber behandlungsbedürftig. Hypertonie: Informationen zur Behandlung
Was passiert, wenn die Hypertonie nicht behandelt wird? Eine über längere Zeit nicht erkannte und behandelte Hypertonie führt schleichend zu einer Beschleunigung der Arterienverkalkung (dies geschieht auch zuerst unbemerkt) und dann im fortgeschrittenen Stadium zu schweren Organschädigungen – z. B. auch im Bereich der Nieren, des Herzens und des Gehirns. Welche Behandlungsalternativen gibt es beim Vorliegen einer Hypertonie? Es ist wichtig für Hypertoniker zu wissen, dass es verschiedene Ansatzmöglichkeiten neben der medikamentösen Behandlung gibt. Es ist von großer Bedeutung, die schon oben genannten Risikofaktoren möglichst zu beseitigen, da dadurch u. a. folgende Wirkungen erzielt werden können:
Die medikamentöse Behandlung sollte natürlich parallel zu den allgemeinen Maßnahmen durchgeführt werden und vor allem unter ärztlicher Kontrolle. Die Wirkungen und Hauptnebenwirkungen der verschiedenen Medikamente können in verschieden erhältlichen Broschüren erfahren werden. Sinnvoller für Betroffene mit Hypertonie ist das Besuchen einer Hypertonieschulung, die in bestimmten Zentren angeboten wird. Der Vorteil solcher Schulungen ist eine umfangreiche Aufklärung für den Patienten bzgl. seiner Erkrankung und hilfreich für seine Lebensführung; dies bedeutet einen Umgang, der von weniger Angst geprägt ist, was wiederum die Akzeptanz der therapeutischen Maßnahmen vonseiten des Patienten erhöht.
Hypertonie: Wirkung der Behandlungen
Nutzen der Behandlungen
Risiken der Behandlungen
Auswirkung auf die Lebensqualität
Unsicherheiten bei den Behandlungen Hypertonie: Behandlung in der Klinik am Homberg
Informieren – Motivieren – Aktivieren – Anleiten – Förderung von Compliance und Eigenverantwortung.
a) Sport b) freies Ergometertraining c) Walking – Einführung d) Walking – Training e) Tanzen
Grundthemen: U. a. Stress(-bewältigung), Kampfhaltung, Konkurrenzdruck, verbissene Beharrlichkeit, Schwierigkeit, Autorität zu sein, Leistungsansprüche an sich selbst, Überangepasstheit, Pflichtbewusstsein, Abwehr von Gefühlen, chronisch gehemmte Aggressivität, untergründig passiv – depressiv
Quellenangabe: Impressum: Die Publikation wurde erstellt von Herrn A. El-Cherid / Arzt / -Rehabilitationswesen-, Assistenzarzt in der Psychosomatischen Abteilung der Klinik am Homberg, Bad Wildungen, Gruppenleiter der Gesprächsgruppe für Patienten mit Hypertonie. A. El-Cherid, Stationsarzt
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unsere Chefärztin im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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