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Hühnerauge / Clavus


Das Hühnerauge wird auch wissenschaftlich Clavus genannt. Bei dem Hühnerauge handelt es sich um eine Schwielenbildung meist am Fuß durch einen verhornten Dorn.  

Ursache des Hühnerauge

Durch starken Druck auf den Knochen bildet sich durch falsches Schuhwerk, aber auch durch Fußfehlformen wie Senk-Spreizfuß eine Schwiele. Es kommt zu einem sich verhornenden Dorn, der stark auf den Knochen drückt und hierbei deutliche Schmerzen, insbesondere bei Belastung, hervorrufen kann. Die Schmerzen treten besonders beim Sport oder bei längerem Stehen und Gehen auf. Selten tritt das Hühnerauge durch vermehrten Druck auf die Zehen auf, besonders beim Hallux valgus. Man spricht dann vom interdigitalen Clavus, eine Schwielenbildung zwischen den Zehen.  

Klinische Untersuchung beim Hühnerauge

Ihr Arzt wird zunächst eine genaue Anamnese (Krankheitsgeschichte) erheben. Er wird sich mit Ihnen über die Entstehung, die Ursache der Hühneraugenbildung besprechen.  

Körperliche Untersuchung beim Hühnerauge:

Bei der Untersuchung wird sich ein starker Druckschmerz im Bereich des Hühnerauges zeigen, meist besteht ein Senk-Spreizfuß. Das Hühnerauge findet sich meist an der Fußsohle über den Mittelfußköpfchen.  

Eine Röntgenuntersuchung ist nur in seltenen Fällen notwendig.  

In einigen Fällen findet sich noch eine Hallux valgus-Bildung. Dabei handelt es sich um eine Abweichung der Großzehe nach außen.  

Therapie des Hühnerauge

Man kann zunächst eine Weichbettung im Bereich des Hühnerauge s durch Einlagen versuchen. Das Quer- und Längsgewölbe des Fußes wird durch entsprechende Korkledereinlagen entlastet. Der Druck wird genommen und das Hühnerauge (Clavus) kann sich von allein zurückbilden.

Eine alleinige Abtragung ohne weiterführende Therapien wird keine Beschwerdebesserung ergeben. Man kann das Hühnerauge vor der Abtragung mit einer Salbe weich machen. Eingesetzt wird dabei eine Creme, die Salicylsäure enthält.

In leichten Fällen kann eine Druckentlastung durch Schaumstoffringe oder Filzeinlagen eine Abheilung des Hühnerauge s erbringen.

Krankengymnastik beim Hühnerauge:

Zur Vermeidung eines vermehrten Drucks auf die Mittelfußköpfchen durch Senk-Spreizfuß wird eine krankengymnastische Behandlung notwendig. Die Muskulatur des Fußes wird gestärkt.

Auch können chirotherapeutische Maßnahmen i. S. einer manuellen Therapie eingesetzt werden.  

Ergänzt werden die Behandlungen durch Kneipp’sche Anwendungen, um die Durchblutung der Fußmuskulatur anzuregen.  

Physikalische Maßnahmen beim Hühnerauge:

Zur Lockerung des verhornenden Dorns bei dem Hühnerauge werden Softlaser und Ultraschall eingesetzt .  

Operative Maßnahmen beim Hühnerauge:

Sollte sich trotz Fußgymnastik sowie entlastenden Einlagen keine Besserung einstellen, kann das Hühnerauge unter einer lokalen Betäubung entfernt werden.

Die Druckentlastung im Vorfußbereich ist aber dringend notwendig, um ein erneutes Auftreten zu verhindern.  

Es sollte eine Beratung durch den Orthopädie-Techniker erfolgen, um geeignetes Schuhwerk zu tragen.  

Beim Hühnerauge zwischen den Zehen, hervorgerufen durch Hammerzehen oder Hallux valgus-Bildung, muss ggf. über operative Maßnahmen nachgedacht werden. Diese sollten mit dem Operateur eingehend besprochen werden. Dieser informiert Sie auch über die verschiedenen Operationsformen, die Nachbehandlung sowie evtl. auftretende Komplikationen.  

Das Hühnerauge ist zwar eine unangenehme Erkrankung mit z. T. starken, belastungsabhängigen Beschwerden, es kann aber mit geeigneten, weitgehend konservativen Maßnahmen gut behandelt werden.

Ihr Team von der Klinik am Homberg

Animationen animierte Augen

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Aktualisiert: Juli 2010

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