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Exostose


Andere Bezeichnungen für die Exostose ist das Osteochondrom, die kartilaginäre Exostose oder die osteokartilaginäre Exostose. Bei der Exostose handelt es sich um einen gutartigen
Knochen
tumor, der von Knorpelgewebe überzogen ist, meist wächst er an langen Röhrenknochen, meist an den Enden.  

Ursache der Exostose

Die Ursache der Exostose ist nicht bekannt. Der gutartige Knochen tumor geht von der Wachstumsfuge aus und wird mit zunehmendem Wachstum größer. Mit Abschluss des Wachstums ist auch keine Größenveränderung der Exostose mehr zu erwarten. 

Diagnose der Exostose

Meist kommen die Patienten nur zum Arzt, wenn die Exostose eine Bewegungseinschränkung an den Gelenken hervorruft oder einen Druck auf einen Nerven mit schmerzhaften Gefühlsstörungen. In der Regel ist die Exostose ein Zufallsbefund, wenn wegen anderen Erkrankungen oder eines Unfalls eine Röntgenaufnahme durchgeführt werden muss. 

Klinische Untersuchung bei Exostose

Wie oben bereits erwähnt, kommen die Patienten nur bei Beschwerden. Der behandelnde Arzt wird eine ausführliche Erhebung der Krankheitsgeschichte vornehmen. Bei der klinischen Untersuchung findet sich bei Exostose meist eine leicht druckschmerzhafte knöcherne Vorwölbung an den Enden der langen Röhrenknochen. Gelegentlich kann es durch Druck auf Nerven oder Gefäße zu Gefühlsstörungen oder eine Verminderung des Pulses kommen. Bewegungseinschränkungen an den Gelenken sind eher selten.

Im Röntgenbild sieht man einen pilzförmigen Knochenvorsprung, der meist breitbasig an dem normalen Knochen aufsetzt.

Therapie bei Exostose

Behandeln muss man eine Exostose nur bei Beschwerden, dann werden operative Abtragungen notwendig. Sie sollten sich vor der Operation mit dem behandelnden Kollegen ausführlich über das Operationsverfahren, die Komplikationen sowie die Nachbehandlung informieren lassen.  

Konservative Behandlung der Exostose

Die konservativen Behandlungen bei Exostose beschränken sich auf die Nachbehandlung nach Operation. Hier werden Verklebungen im Bereich der Narben gelöst. Besonders gut haben sich hier Softlaser und Ultraschall bewährt. Bei Bewegungseinschränkungen durch Verklebungen an den Gelenken bei Exostose wird eine mobilisierende, dass heißt, bewegungsfördernde Krankengymnastik durchgeführt. Gegebenenfalls ergänzt durch die Ergotherapie. Auch mit diesem Verfahren soll die Beweglichkeit gefördert werden. 

Physikalische Maßnahmen bei Exostose werden nach Operationen zur Schmerzlinderung und zur Abschwellung eingesetzt. Bewährt haben sich Hochvolt und Iontophoresen.

Erwähnt soll noch eine erbliche Systemerkrankung, die sog. multiple kartilaginäre
Exostose nbildung werden. Bei dieser Erkrankung bilden sich Exostose n in gehäufter Form an den Knochen. Auch hier wird operativ nur bei Bewegungseinschränkungen oder Druck auf Nerven und Gefäße vorgegangen. Eine bösartige Entartung ist in der Regel nicht zu erwarten. 

In der orthopädischen Abteilung der Klinik am Homberg werden konservative Maßnahmen in der Regel im Rahmen einer Anschlussheilbehandlung nach Operation durchgeführt, um Bewegungseinschränkungen und Narbenbildungen zu behandeln. 

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Aktualisiert: Juli 2010

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